Wettkampf · Traditionelle Kampfkunst

Wettkampf für traditionelle chinesische Kampfkunst

„Gewertet wird, was gegen einen Gegner etwas ausrichtet.“

Ein Turnier für alle, die traditionell trainieren – und die einmal wissen wollen, wo sie stehen. Kein Schauwettbewerb, sondern ein Ort, an dem sich Jahre stillen Übens vergleichen lassen: mit Praktizierenden anderer Schulen, anderer Linien, anderer Länder.

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Eine Bewegung, die nichts mehr tut, ist keine Kampfkunst mehr. Sie ist ihr Bild.
Der Maßstab dieses Turniers
Das Ziel

Warum es diesen Wettkampf gibt

Die traditionelle chinesische Kampfkunst verschwindet nicht, weil niemand mehr übt. Sie verschwindet, weil sie fast überall an Maßstäben gemessen wird, die für einen anderen Sport gemacht wurden.

Seit den standardisierten Formen von 1956 und spätestens seit der Schwierigkeitswertung von 2003 belohnt der Wettkampfsport Wushu, was hoch springt, weit dehnt und aus der Ferne beeindruckt. Das ist eine anspruchsvolle, ehrliche Leistungssportart – nur eben eine andere als die, aus der ihre Formen einmal stammen. Wer traditionell trainiert und in dieses Raster gerät, verliert entweder oder passt sich an. Beides kostet dieselbe Sache: die Anwendung.

Dieses Turnier ist die Gegenprobe. Es behandelt traditionelle und moderne chinesische Kampfkunst als zwei verschiedene Sportarten – nicht als bessere und schlechtere Fassung derselben. Und es gibt der ersten wieder das, was sie zum Überleben braucht: einen Ort, an dem ihre eigenen Maßstäbe gelten, an dem verglichen, geprüft und ausgetauscht wird, und an dem sich ein Weg lohnt, den man ohne Zuschauer geht.

Die Unterscheidung, mit der wir arbeiten, folgt der Studie „Tradition vs Modern Wushu“ im Oyang-Archiv. Sie trennt nicht nach Alter und nicht nach Stammbaum, sondern danach, ob eine Bewegung noch eine Aufgabe hat.

Die Methode

Was gewertet wird

Vier Maßstäbe. Sie stehen hier vollständig, damit niemand raten muss, wofür er antritt – und damit die Kampfrichter an derselben Elle gemessen werden wie die Startenden.

  1. Anwendung yòng fǎ

    Der eigentliche Prüfstein. Jede Haltung, jeder Übergang, jede Hand muss gegen einen Gegner etwas tun. Wer eine Form zeigt, sollte auf Nachfrage sagen können, wogegen – und es vorführen können. Nicht jede Anwendung muss die einzige sein; sie muss nur eine sein.

  2. Struktur statt Amplitude

    Gewertet werden Wurzel, Achse und Kraftübertragung: steht die Struktur unter Druck, kommt die Kraft von unten an, trägt der Rumpf die Bewegung? Sprunghöhe, Beindehnung und Landegeräusch sind hier keine Punkte. Sie sind auch kein Fehler – sie zählen einfach nicht.

  3. Linie und Herkunft

    Stil, Lehrer und Herkunft der Form werden bei der Anmeldung genannt. Ein Stammbaum entscheidet nichts – auch alte Linien haben Inhalte getauscht –, aber er gehört zum Bild und macht das Gespräch nach dem Wettkampf erst möglich.

  4. Kampfkunst-Haltung 武德

    Wude. Der Umgang mit dem Gegenüber, mit den Kampfrichtern und mit der eigenen Linie fließt in die Wertung ein. Wer die Fläche betritt, vertritt seine Schule – und wer verliert, verliert vor Menschen, die dasselbe üben.

Die Waage

Wer antreten darf – und wer eine Wertung bekommt

Wir schließen niemanden aus. Aber wir behaupten auch nicht, alles sei dasselbe.

Wird gewertet

Traditionelle Kampfkunst

Formen, deren Aufbau eine erkennbare Kampflogik trägt – gleich aus welchem Land, welcher Schule, welchem Jahrhundert.

  • Handformen mit erklärbarer Anwendung
  • Waffenformen, in denen die Waffe wie eine Waffe geführt wird
  • Partnerformen und abgesprochene Anwendungsreihen
  • Freie Anwendungsdemonstration auf Nachfrage der Kampfrichter

Nur in dieser Wertung werden Auszeichnungen vergeben.

Willkommen, außer Wertung

Modernes und modernisiertes Wushu

Wer aus dem modernen Wettkampf-Wushu kommt, ist ausdrücklich eingeladen – als Startender, als Gast, als Gesprächspartner.

  • Modernes Wettkampf-Wushu (Taolu mit Schwierigkeitswertung)
  • Modernisierte traditionelle Formen: alter Name, neue Maßstäbe
  • Neu zusammengestellte Formen ohne durchgehende Kampflogik
  • Vorführungen außer Konkurrenz

Startplatz, Fläche und Rückmeldung der Kampfrichter: ja. Auszeichnungen: nein.

Das ist keine Wertung über Können. Modernes Wushu verlangt eine Athletik, die den meisten traditionellen Praktizierenden abgeht – und umgekehrt. Genau darum werden beide hier nicht in denselben Topf geworfen: Zwei Sportarten an einer Elle zu messen, wird keiner von beiden gerecht.
Für wen

Wer hier antreten sollte

Praktizierende jeder Linie

Ob Nord oder Süd, innere oder äußere Schule, Verein, Familienlinie oder Privatunterricht: Wenn Sie eine Form üben, die noch etwas tut, sind Sie hier richtig.

Lehrende und Schulen

Melden Sie Ihre Schülerinnen und Schüler gemeinsam an. Für viele Trainierende ist es der erste Wettkampf, bei dem nach der Anwendung gefragt wird statt nach der Note für Ausführung.

Zuschauende und Neugierige

Sie müssen nicht antreten, um zu kommen. Wer wissen will, worin sich die beiden Wege unterscheiden, sieht es hier an einem Tag deutlicher als in jedem Text.

Altersklassen, Gewichts- und Erfahrungsgruppen sowie die zugelassenen Waffen stehen auf der ersten Seite des Anmeldeformulars.

Die Eintragung

Anmeldung

Termin, Ort, Startgeld, Klassen und Ablauf stehen auf der ersten Seite des Formulars – dort werden sie gepflegt, damit diese Seite nichts Veraltetes behauptet.

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Fragen zur Anmeldung, zu Klassen oder zur Anreise? Schreiben Sie uns an mail@huadezhongxin.org oder rufen Sie an: 0351-7992260.

Auch dabei: die Imperial Hunt

Unser zweiter Wettkampf mit demselben Anspruch, nur mit Pfeil statt Faust: ein 3D-Parcours mit Zusatzaufgaben, offen für jeden, der traditionell schießt.