Wettkampf · Traditionelles Bogenschießen
Imperial Hunt
„Die Scheibe steht still. Alles andere nicht.“
Ein 3D-Parcours, wie ihn die kaiserliche Jagd verlangt hätte: unbekannte Entfernungen, schwieriges Gelände, Tierziele zwischen Stämmen und Hängen – und dazwischen Aufgaben, die mit Ringezählen nichts mehr zu tun haben. Wer hier gut abschneidet, kann nicht nur zielen. Er kann mit Pfeil und Bogen umgehen.
Ein Schütze ist nicht, wer die Mitte trifft. Sondern wer sie auch dann trifft, wenn nichts stimmt.Der Maßstab der Imperial Hunt
Warum es diesen Wettkampf gibt
Das meiste Bogenschießen im Wettkampf prüft eine einzige Fähigkeit sehr gründlich: denselben Schuss zu wiederholen. Gleicher Stand, gleiche Entfernung, gleiche Scheibe, wieder und wieder.
Das ist eine große Kunst – aber es ist nur ein Ausschnitt dessen, was ein Bogen kann. Der traditionelle Bogen entstand nicht auf einer Schießlinie. Er entstand im Gelände: auf unbekannte Entfernung, in schlechter Haltung, aus der Bewegung, gegen ein Ziel, das eben noch woanders stand. Genau diese Breite fällt aus dem Sport heraus, sobald man ihn auf die Linie stellt.
Die Imperial Hunt holt sie zurück. Sie verbindet einen klassischen 3D-Parcours mit mehreren zusätzlichen Prüfungen, die über das statische Schießen hinausgehen – und sie steht jedem offen, der auf traditionelle Weise schießt: gleich ob Reiterbogen mit Daumenring, europäischer Langbogen, Recurve ohne Visier, japanisches Yumi oder Blankbogen. Was zählt, ist der Umgang mit Pfeil und Bogen, nicht die Herkunft der Tradition.
Nicht zugelassen sind Compound-Bögen. Nicht aus Geringschätzung – der Compound ist ein hochpräzises Sportgerät –, sondern weil er mit seiner Auszugsentlastung, Visier und Release eine andere Aufgabe löst als die, die dieser Wettkampf stellt.
Was Sie erwartet
Der Parcours ist die Grundlage, die Zusatzaufgaben sind die Entscheidung. Wer beides beherrscht, gewinnt – und wer nur eines beherrscht, weiß danach genau, woran er arbeiten muss.
-
Der 3D-Parcours
Tierziele im Gelände, geschätzte Entfernungen, Hänge, Zwischenäste, wechselndes Licht. Keine Markierungen, keine zweite Chance am selben Ziel – gewertet wird der erste Pfeil, so wie er im Ernstfall auch der einzige wäre.
-
Die Zusatzaufgaben
Mehrere Stationen abseits des Parcours prüfen, was die Scheibe nicht prüft: Schnelligkeit, Schießen aus ungewohnten Haltungen, wechselnde Distanzen ohne Ansage, bewegte und ungewöhnliche Ziele. Die genaue Zusammenstellung wird vorher nicht veröffentlicht – improvisieren gehört zur Prüfung.
-
Das eigene Gerät
Sie schießen mit Ihrem Bogen, Ihren Pfeilen, Ihrer Technik. Es gibt keine vorgeschriebene Auszugsart und keine Stilpolizei: Daumenring, mediterran, mongolisch, slawisch – alles ist willkommen, solange der Bogen ohne mechanische Hilfe gespannt, gehalten und gelöst wird.
-
Die Wertung
Parcours und Zusatzaufgaben fließen zusammen in ein Gesamtergebnis. Ein starker Parcourslauf allein reicht nicht zum Sieg, eine glänzende Sonderprüfung ebenso wenig. Ausgezeichnet wird der vollständige Schütze.
Wer starten darf
Die Grenze verläuft nicht zwischen Kulturen oder Schulen, sondern zwischen Bogen, die der Schütze allein hält – und Geräten, die einen Teil der Arbeit übernehmen.
Traditionelle Bogenarten
Jede Bauweise, jede Herkunft, jede Auszugstechnik – solange ohne mechanische Hilfe geschossen wird.
- Reiterbögen, chinesische und zentralasiatische Bauweisen
- Langbogen, Flachbogen, Horn- und Laminatbögen
- Recurve ohne Visier, Blankbogen, Jagdrecurve
- Yumi, koreanische Gakgung und andere regionale Formen
- Daumenring, mediterraner oder mongolischer Auszug
Klassen und Altersgruppen stehen im Anmeldeformular.
Compound und mechanische Hilfen
Geräte, die den Auszug entlasten oder das Zielen und Lösen technisch übernehmen, treten hier nicht an.
- Compound-Bögen jeder Bauart
- Release-Hilfen und mechanische Lösegeräte
- Zielvisiere, Scopes, Stabilisatoren, Klicker
- Armbrüste
Als Gast, Begleitung oder Zuschauer sind Sie selbstverständlich willkommen.
Wer hier antreten sollte
Parcoursschützen
Wer 3D gewohnt ist, kennt die halbe Veranstaltung – und wird von der anderen Hälfte überrascht. Genau dafür ist sie da.
Traditionsschützen aller Schulen
Ob Sie mit Daumenring, mediterran oder aus dem Kyūdō kommen: Hier schießen alle Traditionen auf demselben Gelände, und man sieht endlich einmal, was die anderen können.
Einsteiger mit eigenem Bogen
Sie müssen nicht gewinnen wollen. Ein Tag auf diesem Parcours zeigt Ihnen mehr über Ihr Schießen als eine Saison auf der Linie.
Mindestalter, Sicherheitsauflagen, Pfeilanforderungen und die zugelassenen Zuggewichte stehen auf der ersten Seite des Anmeldeformulars.
Anmeldung
Termin, Ort, Startgeld, Klassen und Ablauf stehen auf der ersten Seite des Formulars – dort werden sie gepflegt, damit diese Seite nichts Veraltetes behauptet.
Anmeldeformular öffnen
Das Formular liegt bei Google Forms. Wenn Sie es hier laden, baut Ihr Browser eine Verbindung zu Google auf und übermittelt dabei Ihre IP-Adresse; es können Cookies gesetzt werden. Ohne diesen Klick geschieht nichts davon.
Lieber nicht einbetten? Formular direkt bei Google öffnen · Datenschutz
Fragen zur Anmeldung, zum Gerät oder zur Anreise? Schreiben Sie uns an mail@huadezhongxin.org oder rufen Sie an: 0351-7992260.
Auch dabei: der Kampfkunst-Wettkampf
Derselbe Anspruch, nur ohne Bogen: ein Turnier, das traditionelle chinesische Kampfkunst nach ihren eigenen Maßstäben misst statt nach denen des modernen Wushu.